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Los geht's

Bambi in Groß-Zimmern

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Die Groß-Zimmerner Anja Pahlen und Lebensgefährte Peter Göbel finden im Sommer 2017 ein verlassenes Rehkitz, retten es und ziehen es in ihrem Reihenhaus auf. Im April 2018 steht nun der große Umzug von Bambi in einen Tierpark in Nordhessen an.

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Anja Pahlen aus Groß-Zimmern war im Juli 2017 mit den beiden Hunden Zola und Tequila bei Klein-Zimmern an der Gersprenz spazieren. Als sie ein Piepsen hörte und dem nachging, fand sie ein Rehkitz abgemagert im Schlamm liegend. Damals war das Tier etwa sieben Tage alt.
Es ist üblich, dass Rehe ihre Kitze in den ersten Wochen alleine lassen und lediglich etwa 30 bis 40 Minuten am Tag zum Säugen zurückkommen. Doch das kleine Kitz, dass Anja Pahlen da fand, war so abgemagert und nicht am Wasser. Da war sie sich sicher: das Tier wurde verlassen.
Anrufe bei der Polizei, bei befreundeten Jägern oder auch bei einer Tierauffangstation brachten keine Lösung. Was Anja Pahlen und Peter Göbel da oft hörten: "Erlös es". Doch das Paar entschied sich anders und nahm das kleine Reh mit. 

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Anja Pahlen und Peter Göbel

Zieheltern von Bambi

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Und so kam es, dass da auf einmal ein kleines Reh mitten im Flur eines Reihenhauses in Groß-Zimmern stand. Am Anfang wurde das kleine Rehkitz noch mit einer Flasche aufgepäppelt und hielt sich im Garten des Reihenhauses auf. So nah an der Natur wie möglich, so artgerecht es eben geht. 
Doch da haben die "Zieh-Eltern" die Rechnung ohne das Rehkitz gemacht, das sie auf den Namen Bambi getauft haben. Eines Tages lag das Kitz im Bett des Paares. Bambi hatte sich mit den Hunden reingeschlichen, zwei Stockwerke treppauf und machte es sich im Schlafzimmer gemütlich. Damit war das Reh "eingezogen" und wurde zum Familienmitglied. 
  

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Bambi und Tequila

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Das kleine Reh trinkt mittlerweile seine Milch oder das Wasser aus einer Tasse - und manchmal auch gemeinsam mit den Hunden aus einem Napf. Es legt sich ins Bett zum Wiederkäuen oder hüpft ausgiebig darauf rum. Knabbert Trauben und klopft sachte gegen die Fensterscheibe, um das Zeichen zu geben, dass es mal muss. Denn Bambi ist stubenrein, das hat er sich bei den Hunden abgeschaut. 
Damit sich Bambi im Haus bewegen kann, musste es natürlich erst einmal rehsicher gemacht werden: Teppiche wurden auf die Fliesen gelegt, denn mit Hufen ist das sehr rutschig. Um den Kamin wurde ein Babygitter gebaut, dass sich Bambi nicht das Schnäuzchen verbrennt. Im Garten wartet ein Haufen aus Geäst.

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Auch kleine Rehkitze werden zu Böckchen, bekommen Hörner und werden groß. 

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Langsam wachsen Bambi Hörner und er fängt an, sein Revier zu verteidigen. Der Familie Pahlen/Göbel zeigt er nach wie vor seine Zuneigung und holt sich seine Kuscheleinheiten. Auch die Hunde und Bambi bilden nach wie vor ein unzertrennliches Trio. 
Doch Fremden gegenüber wird Bambi mittlerweile etwas skeptisch. Da verdreht er die Augen, senkt den Kopf und will sein Revier markieren und dem Fremden deutlich machen: "Gib acht mein Freund". 
"Er ist jetzt Manns genug, um uns zu beschützen", sagt Peter Göbel und lacht. 

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Jetzt, wo die Hörner sprießen, mussten auch in der Wohnung weitere Vorkehrungen getroffen werden. 
Straßenbesen wurden montiert, um die Möbel zu schonen. Denn an den Borsten kann Bambi die Hörner reiben und so den Bast vom Gehörn loswerden.
Seit das Rehböckchen geschlechtsreif ist, ist er auch viel aktiver.
Ausflüge in den Wald seien jetzt nicht mehr möglich, sagt Peter Göbel. Jetzt wäre die Gefahr zu groß, dass Bambi weg läuft und in freier Wildbahn nicht zurecht kommt oder gar einem Jäger zum Opfer fällt.

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Jetzt, wo Bambi groß ist, soll es in die Freiheit. Der Umzug in einen Wildtierpark steht bald an, denn in freier Wildbahn würde Bambi wohl nicht lange überleben. Dort werden Rehe oftmals nur zwei bis drei Jahre alt.
Dabei haben sie normalerweise eine Lebensdauer von etwa 15 Jahren. "Das wünsche ich mir auch für Bambi", sagt Peter Göbel.

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Bevor Bambi in den Wildtierpark Meißner umzieht, muss er sich daran gewöhnen, dass weder die Familie Göbel/Pahlen noch die beiden Familienhunde da sind. Daher wurde schon vor einigen Wochen mit der Abnabelung begonnen. Spaziergänge werden größtenteils nur noch mit den Hunden gemacht, Bambi muss zuhause bleiben. Dabei würde es so gerne mit seinen Spielgefährten mit und gibt Quietschgeräusche von sich, wenn Anja Pahlen mit den Hunden das Grundstück verlässt. Dabei geht es hauptsächlich um die Trennung von den Hunden. Daher finden solche Spaziergänge jetzt häufiger und auch länger statt. 

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Doch noch kann Bambi mit den Hunden Zola und Tequila spielen, denn der Umzug steht erst im April an, wenn die Witterung besser ist. Momentan ist es noch zu kalt für den kleinen Rehbock. Denn Winterfell hat Bambi kaum noch.

Das Paar aus Groß-Zimmern schaut dem Abschied mit einem lachenden und einem weinenden Auge entgegen. Natürlich freut sich die Familie darüber, dass Bambi unter Gleichgesinnten sein wird - und die Familie hat auch wieder ein Privatleben. Auf der anderen Seite wird natürlich auch etwas fehlen und auch die Hunde werden erst einmal trauern.


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Peter Göbel

Ziehpapa von Bambi

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Im Tierpark hat Bambi aber 24 Hektar Auslauf und zwei weitere Reh-Findelkinder, zwei Weibchen, als Mitbewohner.
Bambis Zieheltern werden den Rehbock regelmäßig besuchen, sie wollen wissen wie es ihm geht. Und natürlich ist es auch schön zu sehen, wenn irgendwann kleine Bambis kommen.

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